Seit Anfang Januar ist Patrick Hangartner stellvertretender Geschäftsführer des Elementwerks Istighofen. Wer mit ihm spricht, merkt schnell: Er ist und bleibt ein Macher. Einer der anpackt, entscheidet – und Vergleiche lieber aus dem Sport als aus Managementhandbüchern zieht.
Patrick Hangartner, seit Anfang Januar sind Sie stellvertretender Geschäftsführer. Welche Erfahrungen, Haltungen und Stärken prägen Ihre neue Rolle?
Ich vertrete klare Ansätze und bin ein Teammensch. In den letzten Jahren habe ich zudem diverse Weiterbildungen im Bereich HR gemacht. Personalverantwortung ist für mich ein zentrales Führungsthema. Auch darf ich mich auf einen grossen Erfahrungsschatz aus 20 Jahren im Bauwesen stützen.
Wie würden Sie Ihren Charakter beschreiben?
Sehr ehrlich. Ich spiele seit über 30 Jahren Eishockey – das hat mich geprägt. In der Hockeygarderobe ist der Ton manchmal rau. Man sagt, was Sache ist, und danach ist wieder gut. Diese Offenheit nehme ich ins Berufsleben mit. Dazu kommt: Ich kann Situationen schnell erfassen und Entscheidungen treffen. Und danach strukturiert handeln. Das fällt vielen schwer, mir aber liegt es.
Sehen Sie weitere Parallelen zwischen dem Sport und der Unternehmensführung?
Da gibt es viele. Man lernt, sich durchzubeissen, klare Ziele zu verfolgen und Verantwortung zu übernehmen. Die Vorbereitung ist das A und O, und im entscheidenden Moment muss man liefern. Das gilt im Beruf genauso wie im Sport.
Sie sind ursprünglich Zeichner und Metallbauer. Welche Denkweisen aus dem Metallbau helfen Ihnen in der Betonvorproduktion?
Der Metallbau ist äusserst präzise, und diese Arbeitsweise habe ich mir bis heute bewahrt – genauso wie das statische Verständnis. Auch in der Betonvorfertigung planen, zeichnen, produzieren und montieren wir. Meine Vorkenntnisse passen perfekt.
Was hat Sie ursprünglich nach Istighofen geführt – und was hat Sie überzeugt, zu bleiben?
Zum Elementwerk Istighofen kam ich über einen Jugendfreund. Geblieben bin ich wegen der Werte: der Umgang miteinander, der Qualitätsanspruch und die Tatsache, dass hier kein Projekt wie das andere ist. Wir sind bodenständig, aber ambitioniert. Das entspricht mir total.
Was hat Sie in Ihrer bisherigen Laufbahn am meisten geprägt?
Schwierige Situationen. Denn daraus lernt man am meisten. Ich sehe Herausforderungen nicht als Problem, sondern als Chance.
Patrick Hangartner ist ein Teamplayer. «Im Austausch entstehen die besten Löungen», ist er überzeugt.
Warum ist Beton Ihr Element geworden?
Beton ist bezüglich Formen, Farben und Oberflächen unglaublich vielseitig. Gleichzeitig entwickelt sich das Material ständig weiter. Rezepturen verändern sich, Mischungen werden optimiert. Wir müssen innovativ bleiben, um am Markt zu bestehen. Und ja: Obwohl ich Metallbauer bin, habe ich mich in Beton verliebt.
Welcher Aspekt zeigt für Sie die Vorteile der Betonvorfertigung am besten?
Wir können Elemente just in time liefern, Abläufe optimieren und Bauteile an den Baumeister anliefern oder nachträglich versetzen. Vor allem aber erreichen wir eine Präzision und Ästhetik, die mit Ortbeton nicht so einfach zu erreichen wäre.
Was können Planer tun, um die Möglichkeiten der Betonvorfertigung besser zu nutzen?
Sie können die Elementwerke früher in den Prozess einbinden. Dann können wir aufzeigen, was Sinn macht und wo die Vorteile liegen. Wenn die Planer mit den richtigen Parametern arbeiten, profitieren am Schluss alle – gestalterisch, technisch und im Bauablauf.
Wenn Sie einem Bauherrn oder Architekten einen Grund nennen müssten, sich für das Elementwerk Istighofen zu entscheiden, welcher wäre das?
Qualität, Termintreue und eine sehr gute Zusammenarbeit. Wir bieten ein durchdachtes Paket von der Planung bis zur Montage.
Was ist Ihnen in der Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden besonders wichtig?
Respekt, klare Kommunikation und Lösungsorientierung. Jeder soll wissen, was von ihm erwartet wird. Und jeder soll sich innerhalb des Rahmens frei entfalten können. Mir ist wichtig, dass alle im Team mitdenken und eigene Vorschläge einbringen. Das schafft gegenseitige Wertschätzung.
Welche Themen möchten Sie in Ihrer neuen Funktion gezielt weiterentwickeln?
Ein grosses Thema ist die nachhaltige Weiterentwicklung von Beton, etwa durch neue Rezepturen, Recycling oder durch die Integration von klinkerreduziertem Zement. Ende 2025 haben wir mit CO₂-reduziertem Weisszement diesbezüglich einen weiteren Schritt gemacht. Andere Innovationen werden folgen.
Zum Schluss: Was macht Sie persönlich stolz, Teil des Elementwerks Istighofen zu sein?
Ganz klar: die Projekte. Wir begleiten sie über Monate – und sehen sie dann am fertigen Bau. Das Resultat wirkt manchmal simpel, aber es steckt enorm viel Arbeit und Herzblut drin. Wenn das letzte Element montiert ist, ist das für mich der Goal-Moment.



