Weniger Klinker,
mehr Wirkung

Effizienz, Wirtschaftlichkeit und eine konstant hohe Qualität – das bieten wir mit unseren Betonelementen dank kontrollierten Produktionsbedingungen. Nun kommt ein weiterer entscheidender Pluspunkt dazu: Der Einsatz von klinkerreduziertem Zement ermöglicht es uns, Produkte mit einem rund 50 Prozent geringeren CO2-Ausstoss anzubieten.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Dieser Leitsatz prägt seit jeher unsere Arbeit. Und er hat uns dazu angetrieben, eine Betonmischung mit klinkerreduziertem Zement zu entwickeln, die sich für die Vorproduktion eignet und uns dabei volle Gestaltungsfreiheit lässt. «In der Betonbranche kämpfen wir oft mit der weit verbreiteten Meinung, Beton sei grundsätzlich kein nachhaltiges Material, da er hohe CO2-Emissionen verursacht. Doch das ändert sich derzeit rasant», sagt Sara De Brito Rodrigues, Projektleiterin beim Elementwerk Istighofen. Sie ist überzeugt, dass sich die Betonindustrie an einem spannenden Wendepunkt befindet: «Sie ist hochgradig innovativ und bietet gerade beim Zement vielversprechende Lösungen.»

Der strategische Entscheid, in der Produktentwicklung verstärkt auf nachhaltigere Alternativen zu setzen, fiel beim Elementwerk Istighofen vor einigen Jahren. Unter einer klaren Voraussetzung: die Leistungsfähigkeit der Produkte muss erhalten bleiben.

«Das ist in der Vorproduktion anspruchsvoller als beim Ortbeton», erklärt Sara De Brito Rodrigues. Sie spielt darauf an, dass die Aushärtung beim emissionsarmen Beton länger dauert. Auf der Baustelle ist das kein grosses Problem, der Beton bleibt einfach etwas länger in der Schalung. In der Vorproduktion hingegen, wo meist seriell produziert wird, wäre dieses Vorgehen wirtschaftlich nicht tragbar.

Ausprobieren und umsetzen

Der Wendepunkt kam mit der neuen Zementgeneration CEM III. Diese enthält deutlich weniger Klinker und dafür bis zu 65 Prozent Hüttensand, ein Nebenprodukt aus der Stahlproduktion, das sich sehr gut für die Betonvorproduktion eignet. «Die neuen Zementsorten der Kategorie ECO2-Class A* gaben den Ausschlag, dass wir uns an die Herausforderung wagten», erzählt Sara De Brito Rodrigues. «Wir experimentierten über ein Jahr lang mit Zusatzstoffen, bis wir die perfekte Mischung hatten.»

Auf solche Zusatzstoffe, die die Fliesseigenschaften des Betons optimieren oder die Aushärtung beschleunigen, kann die Vorproduktion nicht verzichten. Sie spielen daher auch in der CO2-optimierten Mischung eine wichtige Rolle. Wie Sara De Brito Rodrigues betont, sind die eingesetzten Mittel ökologisch unbedenklich: «Wir setzen auch bei den Fliessmitteln und Erstarrungsbeschleunigern auf CO2-optimierte Varianten.»

Anstatt Klinker enthält der CO2-optimierte Zement Hüttensand, ein Nebenprodukt aus der Stahlproduktion.

Designfreiheit trifft Klimaschutz

Der grosse Entwicklungsaufwand hat sich gelohnt. Betonelemente mit einer um rund 50 Prozent verbesserten CO2-Bilanz sind bereits in ersten Projekten im Einsatz. Dabei bleiben die gestalterischen Möglichkeiten für die Kundinnen und Kunden nahezu unbegrenzt. Ob Deckenstirn-, Rahmen- oder Sockelelemente, Stützen oder Brüstungen, unterschiedliche Farben, Strukturen und Oberflächen – alles, was die Betonfassade begehrt, lässt sich auch mit der ökologischen Mischung realisieren.

Ein wichtiger Schritt  

Als Projektleiterin direkt am Entwicklungsprozess beteiligt zu sein, empfindet die gelernte Industriedesignerin als Privileg: «Jede Innovation im Bereich der Nachhaltigkeit ist ein Schritt in die richtige Richtung. Und dass ich aktiv daran mitwirken kann, ist ein sehr schönes Gefühl.» Auch künftig will Sara De Brito Rodrigues dazu beitragen, Betonprodukte zukunftsfähiger zu machen. Denn die Nachfrage nach klimafreundlichen Baustoffen wächst, sowohl aus dem Markt heraus als auch durch regulatorische Entwicklungen: «CO2-reduzierter Zement ermöglicht es uns, diesen Erwartungen gerecht zu werden und gleichzeitig Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen.»

*Zemente der ECO2-Class A gehören zu den derzeit umweltfreundlichsten Sorten. Für ihre Herstellung werden weniger als 749 kg CO2 pro Tonne Zement ausgestossen.

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